Landkreis Homburg
(1974 eingegliedert in den neuen Saar-Pfalz-Kreis)

Zugehörigkeit staatlich:
bis 1920 Bayern, Regierungsbezirk Pfalz
ab 1920 Saarland
Zuständ. Justiz (1894): Amtsgericht Homburg, Landgericht Zweibrücken, Oberlandesgericht Zweibrücken
Zuständ. Gau 1933-1945: Saarpfalz
Zuständ. Militärdienst (1885): II. Bayerisches Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche (1939) Pfälzische Landeskirche
Zugehörigkeit kath. Kirche (1939): Bistum Speyer


Einwohner Bezirksamt bzw. Landkreis Homburg
54.726 (1890), davon 26.764 Evangelische, 27.367 Katholiken, 501 Juden
62.565 (1900), davon 29.905 Evangelische, 32.179 Katholiken
74.849 (1910), davon 36.054 Evangelische, 38.324 Katholiken
49.928 (1935)
52.477 (1939), davon 25.827 Evangelische, 25.954 Katholiken, 88 sonstige Christen, 20 Juden
70.000 (1960)
80.400 (1969)


Die Gemeinden des Landkreises Homburg:
(Stand von 1939 durchnummeriert)

1. Altheim:
(1927 Saargebiet, Kreis Homburg, Amtsgericht Blieskastel, Post Altheim)
645 Einwohner (1925)
584 Einwohner (1935)
584 Einwohner (1939)

2. Altstadt:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Limbach)
   855 Einwohner (1925)
1.066 Einwohner (1935)
1.142 Einwohner (1939)

3. Bliesdalheim:
535 Einwohner (1935)
554 Einwohner (1939)

4. Böckweiler:
416 Einwohner (1935)
408 Einwohner (1939)

5. Breitfurt:
(1927 Saargebiet, Kreis Homburg, Amtsgericht Blieskastel, Post Breitfurt)
   934 Einwohner (1925)
1.046 Einwohner (1935)
1.041 Einwohner (1939)

6. Brenschelbach:
617 Einwohner (1935)
605 Einwohner (1939)

7. Einöd-Ingweiler:
(1927 Saargebiet, Kreis Homburg, Amtsgericht Blieskastel, Post Einöd)
1.147 Einwohner (1925)
1.510 Einwohner (1935)
2.053 Einwohner (1939)

Erbach-Reiskirchen:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Erbach-Reiskirchen;
1. 4. 1936 eingegliedert in die Stadt Homburg)
5.326 Einwohner (1925)

Höchen:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Höchen;
1. 4. 1937 eingegliedert in Höcherberg)
1.256 Einwohner (1925)

8. Höcherberg:
(Gebildet am 1. 4. 1937 aus dem Zusammenschluss von Höchen, Mittelbexbach und Oberbexbach)
13.257 Einwohner (1935)
13.420 Einwohner (1939), davon 4.597 Evangelische, 8.707 Katholiken, 1 sonstiger Christ, 0 Juden

9. Homburg, Stadt:
(1894 Bayern, Bezirksamt, Amtsgericht und Post Homburg in der Pfalz;
1927 Saargebiet, Kreis, Amtsgericht und Post Homburg;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linien Neunkirchen-Worms und Homburg-Zweibrücken der Pfälzischen Eisenbahn, evangelische und katholische Pfarrkirche, Synagoge, Lateinschule, Waisenhaus, Tonwarenfabrik, Bierbrauerei, Ruinen der Burgen Homburg und Karlsberg; Homburg kam 1755 an Zweibrücken; dazu die Einöde Karlsberger Forsthaus mit Forstamt;
Besonderheiten 1927: Eisenbahnbetriebsamt, Progymnasium)
  4.273 Einwohner (1890), davon 2.397 Evangelische, 1.675 Katholiken, 186 Juden
10.054 Einwohner (1925)
18.331 Einwohner (1935)
20.061 Einwohner (1939), davon 8.833 Evangelische, 10.841 Katholiken, 43 sonstige Christen, 20 Juden

10. Jägersburg:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Jägersburg)
2.171 Einwohner (1925)
2.144 Einwohner (1935)
2.206 Einwohner (1939)

11. Kirkel-Neuhäusel:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Kirkel-Neuhäusel)
2.240 Einwohner (1925)
2.570 Einwohner (1935)
3.427 Einwohner (1939)

12. Kleinottweiler:
508 Einwohner (1935)
476 Einwohner (1939)

13. Limbach:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Limbach)
2.000 Einwohner (1925)
2.116 Einwohner (1935)
2.222 Einwohner (1939)

14. Medelsheim:
523 Einwohner (1935)
534 Einwohner (1939)

Mittelbexbach:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Mittelbexbach;
1. 4. 1937 eingegliedert in Höcherberg)
6.439 Einwohner (1925)

15. Mimbach:
693 Einwohner (1935)
747 Einwohner (1939)

16. Neualtheim:
264 Einwohner (1935)
270 Einwohner (1939)

17. Niederbexbach:
968 Einwohner (1935)
970 Einwohner (1939)

18. Niedergailbach:
428 Einwohner (1935)
463 Einwohner (1939)

Oberbexbach:
(1927 Saargebiet, Kreis und Amtsgericht Homburg, Post Oberbexbach;
1. 4. 1937 eingegliedert in Höcherberg)
3.278 Einwohner (1925)

19. Peppenkum:
286 Einwohner (1935)
302 Einwohner (1939)

20. Seyweiler:
194 Einwohner (1935)
184 Einwohner (1939)

21. Utweiler:
120 Einwohner (1935)
125 Einwohner (1939)

22. Walsheim:
801 Einwohner (1935)
790 Einwohner (1939)

23. Webenheim:
951 Einwohner (1935)
923 Einwohner (1939)



Quellen:

Neumanns Orts-Lexikon des Deutschen Reichs. Ein geographisch-statistisches Nachschlagebuch für deutsche Landeskunde. Dritte, neu bearbeitete und vermehrte Auflage von Wilhelm Keil. Leipzig, 1894.

Das Ortsbuch für das Deutsche Reich. Herausgegeben in Verbindung mit der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Reichspost. Berlin, 1927.

Statistik des Deutschen Reichs. Alte Folge, Band 57: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1880. Berlin, 1883.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 150: Die Volkszählung am 1. Dez. 1900 im Deutschen Reich. Berlin, 1903.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1939.
Teil I: Altreich und Land Österreich.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 550: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1940.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939.
Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1942.
Heft 4: Die Juden und jüdischen Mischlinge im Deutschen Reich. Berlin, 1944.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1961.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1971. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1971.


www.verwaltungsgeschichte.de Homepage Deutsche Verwaltungsgeschichte 1871 - 1990 © 2007 by Dr. Michael Rademacher M.A.