Stadt und Landkreis Herford

Zugehörigkeit staatlich:
bis 1945 Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Minden
1945 britische Besatzungszone
1946 Land Nordrhein-Westfalen
1949 Bundesland Nordrhein-Westfalen, Regierungsbezirk Detmold
Zuständ. Justiz (1894):
1) Amtsgericht Bünde, Landgericht Bielefeld, Oberlandesgericht Hamm
2) Amtsgericht Herford, Landgericht Bielefeld, Oberlandesgericht Hamm
3) Amtsgericht Vlotho, Landgericht Bielefeld, Oberlandesgericht Hamm
Zuständ. Finanzamt (1927):
1) Finanzamt Bünde, Landesfinanzamt Münster
2) Finanzamt Herford, Landesfinanzamt Münster
Zuständ. Gau 1933-1945: Westfalen-Nord
Zuständ. Militärdienst (1885): VII. Armeekorps
Zugehörigkeit ev. Kirche (1939): Evangelische Kirche der altpreußischen Union, Kirchenprovinz Westfalen
Zugehörigkeit kath. Kirche (1939): Bistum Paderborn


a) Stadt bzw. Stadtkreis Herford
(Stadtkreis bzw. kreisfreie Stadt vom 15. 2. 1911 bis 31. 12. 1968)

Oberbürgermeister:
1911 - 1921 Wilhelm Busse
1921 - 1928 Dietrich Osmer
1928 - 1933 Ernst Althaus
1933 - 1945 Friedrich Kleim

Stadtbeschreibung nach Neumann 1894:
Stadt im Landkreis Herford, Bahnhof der Linien Braunschweig-Hamm und Herford-Detmold der Preußischen Staatsbahn, Reichsbanknebenstelle, Diskontobank, Vorschussverein, Landratsamt, Amtsgericht, 6 evangelische (darunter das Münster, die Johanniskirche mit 87 m hohem Turm und - auf einer Anhöhe vor der Stadt - die ehemalige Stiftskirche St. Marien) und 1 katholische Kirche, Synagoge, evangelisches Gymnasium, Landwirtschaftsschule, Waisenhaus, Theater, Zuchthaus, Flachs- und Wergspinnerei nebst Bindfadenfabrik, wichtige Fabriken für Konfektionswaren, Leinen und fertige Wäsche sowie für Zuckerwaren und Schokolade; ferner Fabriken für Maschinen, Maschinenöl, Teppiche, Leder (Saffian), Düten, Möbel, Kunstdünger und Zigarren; Dampfwäschereien, Samen- und große Leinenhandlungen. Die eigentliche Stadt Herford zählt nur 8.000 Einwohner, zur Stadtgemeinde gehören aber das Stift Berg mit 650 Einwohnern, die Bauerschaften Altstädter Feldmark (650 Einwohner), Neustädter Feldmark (3.094 Einwohner), Radewiger Feldmark (1.300 Einwohner) u. a. Geschichte: Herford, schon im 9. Jahrhundert vorhanden, erhielt im 11. Jahrhundert Mauern, nebst der Abtei durch Friedrich I. Reichsfreiheit, trat der Hanse bei, führte 1525 die Reformation ein und wurde von dem Großen Kurfürsten mit der Grafschaft Ravensberg eingezogen. Die ehemalige Reichsabtei, 789 als Benediktiner-Nonnenkloster von Wittekind gestiftet, wurde, wie das 1002 gegründete Unterstift St. Marien auf dem Lutterberg (Stift Berg), 1803 säkularisiert und an Preußen übergeben.

Besonderheiten nach dem Ortsbuch 1927:
Landratsamt für den Landkreis Herford, Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule, Realschule, Lyzeum, Reichsbanknebenstelle, Zollamt.

Einwohner Stadt bzw. Stadtkreis Herford
13.596 (1880), davon 12.216 Evangelische, 1.074 Katholiken, 226 Juden
19.255 (1890), davon 17.130 Evangelische, 1.748 Katholiken, 321 Juden
35.940 (1925), davon 32.980 Evangelische, 2.539 Katholiken,   19 sonstige Christen, 228 Juden
38.536 (1933), davon 34.889 Evangelische, 2.827 Katholiken,     6 sonstige Christen, 193 Juden
40.552 (1939), davon 35.374 Evangelische, 3.478 Katholiken, 371 sonstige Christen, 131 Juden
50.107 (1950)
55.100 (1960), davon 11.500 Vertriebene

Bewegung der Bevölkerung/Kindersterblichkeit
im Stadtkreis Herford
  1924
Eheschließungen 252
Geborene einschl. Totgeborene655
Gestorbene einschl. Totgeborene421
Totgeborene29
Im 1. Lebensjahr Gestorbene63


Die Reichstagswahlen vom
im Stadtkreis Herford
20. 5. 192814. 9. 19305. 3. 1933
Wahlbeteiligung81,9 %87,6 %91,3 %
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt20.00522.23924.732
SPD8.7539.1718.176
DVP - Deutsche Volkspartei3.6441.444   439
DNVP (Kampffront Schwarz-weiß-rot)2.7381.9401.965
DDP (Deutsche Staatspartei)951837173
Zentrum701659721
KPD   434   7371.678
NSDAP    367  4.91111.025
Christlich-sozialer Volksdienst-956544
Deutsch-Hannoversche Partei--8
Deutsche Bauernpartei0-3
Andere Parteien2.4171.5840


Erwerbstätigkeit und Altersstruktur der Bevölkerung im Stadtkreis Herford nach der Volkszählung vom 17. 5. 1939
Zahl der Haushaltungen12.350
Ständige Bevölkerung (Wohnbevölkerung ohne die ihre Dienstpflicht ableistenden Angehörigen von Wehrmacht und Reichsarbeitsdienst)40.552
davon männlich19.322
Altersstruktur der Bevölkerung: 
unter 6 Jahre alt9,2 %
6 bis 13 Jahre alt10,9 %
14 bis 64 Jahre alt73,1 %
über 64 Jahre alt6,8 %
Berufszugehörigkeit nach Wirtschaftszweig: 
Landwirtschaft und Forstwirtschaft2,6 %
Industrie und Handwerk52,8 %
Handel und Verkehr16,9 %
Dienstleistungen einschl. öffentlicher Dienst27,7 %
Berufszugehörigkeit nach der Stellung im Beruf: 
Selbstständige14,4 %
Mithelfende Familienangehörige2,2 %
Beamte und Angestellte23,3 %
Arbeiter48,1 %
Sonstige12,0 %
Betriebsfläche der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe: 
0,5 bis unter 5 ha80,2 %
5 bis unter 10 ha11,9 %
10 bis unter 20 ha6,4 %
20 bis unter 100 ha1,5 %
100 ha und mehr-



b) Landkreis Herford

Landrat:
1870 - 1890 Dr. Rudolf von Borries
1891 - 1902 Dr. Georg von Borries
1903 - 1933 Franz von Borries
1933 - 1945 Erich Hartmann

Einwohner Landkreis Herford
  76.427 (1880), davon   73.871 Evangelische, 1.911 Katholiken, 507 Juden
  79.764 (1885)
  87.068 (1890), davon   83.770 Evangelische, 2.647 Katholiken, 562 Juden
105.582 (1900), davon 101.507 Evangelische, 3.301 Katholiken
127.157 (1910), davon 122.310 Evangelische, 3.759 Katholiken
104.727 (1925), davon 102.268 Evangelische, 1.500 Katholiken, 121 sonstige Christen, 198 Juden
115.023 (1933), davon 112.382 Evangelische, 1.813 Katholiken,     2 sonstige Christen, 166 Juden
120.083 (1939), davon 115.371 Evangelische, 2.572 Katholiken, 638 sonstige Christen,   65 Juden
161.941 (1950)
163.200 (1960), davon 28.700 Vertriebene
(1. 1. 1969 Wiedereingliederung der Stadt Herford)
231.600 (1969)
232.600 (1980)
237.600 (1990)

Bewegung der Bevölkerung/Kindersterblichkeit
im Landkreis Herford
  1924
Eheschließungen 729
Geborene einschl. Totgeborene2.372
Gestorbene einschl. Totgeborene1.085
Totgeborene90
Im 1. Lebensjahr Gestorbene180

Die Reichstagswahlen vom
im Landkreis Herford
20. 5. 192814. 9. 19305. 3. 1933
Wahlbeteiligung71,6 %80,6 %89,7 %
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt45.78855.94766.169
SPD19.79120.82319.453
DNVP (Kampffront Schwarz-weiß-rot)7.5074.3524.351
DVP - Deutsche Volkspartei3.8161.738   630
KPD2.4113.7816.141
DDP (Deutsche Staatspartei)1.2261.487   182
NSDAP  1.05816.53332.838
Christlich-sozialer Volksdienst-3.4902.159
Zentrum450426393
Deutsche Bauernpartei0-9
Deutsch-Hannoversche Partei--13
Andere Parteien9.5293.3170


Erwerbstätigkeit und Altersstruktur der Bevölkerung im Landkreis Herford nach der Volkszählung vom 17. 5. 1939
Zahl der Haushaltungen32.650
Ständige Bevölkerung (Wohnbevölkerung ohne die ihre Dienstpflicht ableistenden Angehörigen von Wehrmacht und Reichsarbeitsdienst)120.083
davon männlich58.283
Altersstruktur der Bevölkerung: 
unter 6 Jahre alt10,3 %
6 bis 13 Jahre alt13,6 %
14 bis 64 Jahre alt69,7 %
über 64 Jahre alt6,4 %
Berufszugehörigkeit nach Wirtschaftszweig: 
Landwirtschaft und Forstwirtschaft14,6 %
Industrie und Handwerk61,6 %
Handel und Verkehr10,2 %
Dienstleistungen einschl. öffentlicher Dienst13,6 %
Berufszugehörigkeit nach der Stellung im Beruf: 
Selbstständige14,2 %
Mithelfende Familienangehörige8,0 %
Beamte und Angestellte10,2 %
Arbeiter59,4 %
Sonstige8,2 %
Betriebsfläche der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe: 
0,5 bis unter 5 ha72,3 %
5 bis unter 10 ha12,9 %
10 bis unter 20 ha9,1 %
20 bis unter 100 ha5,5 %
100 ha und mehr0,2 %


Die Gemeinden des Landkreises Herford:
(Stand von 1939 durchnummeriert)

Affhüpperhöfe:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Spenge)
322 Einwohner (1885)

1. Ahle:
(1894 Kreis Herforf, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis Herforf, Amtsgericht und Finanzamt Bünde, Post Ahle)
   502 Einwohner (1885)
1.061 Einwohner (1925)
1.325 Einwohner (1933)
1.361 Einwohner (1939)

2. Bardüttingdorf:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Spenge)
1.077 Einwohner (1885)
   811 Einwohner (1933)
   829 Einwohner (1939)

3. Belke und Steinbeck:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Enger)
657 Einwohner (1925)
724 Einwohner (1933)
782 Einwohner (1939)

4. Bermbeck:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Schweicheln)
354 Einwohner (1925)
418 Einwohner (1933)
501 Einwohner (1939)

5. Besenkamp:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Enger;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Enger)
   678 Einwohner (1885)
1.045 Einwohner (1925)
1.072 Einwohner (1933)
1.080 Einwohner (1939)

6. Bieren:
(1927 Kreis Herford, Amtsgericht und Finanzamt Bünde, Post Bieren)
910 Einwohner (1925)
942 Einwohner (1933)
928 Einwohner (1939)

7. Bünde, Stadt:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis Herford, Amtsgericht, Finanzamt und Post Bünde;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Löhne-Rheine der Preußischen Staatsbahn, Vorschussverein, Amtsgericht, evangelische Pfarrkirche, höhere Knabenschule, Zigarrenfabrik, lithographische Anstalten, eisenhaltige Mineralquelle;
Besonderheiten 1927: Realgymnasium, Lyzeum, Reichsbankstelle, Zollamt)
3.481 Einwohner (1890), davon 187 Katholiken, 89 Juden
6.752 Einwohner (1933)
7.062 Einwohner (1939)

8. Bustedt:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Hiddenhausen)
533 Einwohner (1925)
568 Einwohner (1933)
617 Einwohner (1939)

9. Diebrock:
(1894 Kreis, Amtsgericht und Post Herford;
1927 Kreis, Amtsgericht, Finanzamt und Post Herford;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
   866 Einwohner (1885)
1.116 Einwohner (1925)
1.086 Einwohner (1933)
1.309 Einwohner (1939)

10. Dreyen:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Westerenger)
902 Einwohner (1925)
929 Einwohner (1933)
915 Einwohner (1939)

11. Dünne:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Bünde)
1.426 Einwohner (1885)
2.279 Einwohner (1925)
2.646 Einwohner (1933)
2.764 Einwohner (1939)

12. Eickum:
(1894 Kreis, Amtsgericht und Post Herford;
1927 Kreis, Amtsgericht, Finanzamt und Post Herford;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
   880 Einwohner (1885)
1.082 Einwohner (1925)
1.065 Einwohner (1933)
1.110 Einwohner (1939)

13. Eilshausen:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Hiddenhausen;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Eilshausen)
   936 Einwohner (1885)
2.392 Einwohner (1925)
2.599 Einwohner (1933)
2.643 Einwohner (1939)

14. Elverdissen:
(1894 Kreis, Amtsgericht und Post Herford;
1927 Kreis, Amtsgericht, Finanzamt und Post Herford;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
1.335 Einwohner (1885)
1.509 Einwohner (1925)
1.781 Einwohner (1933)
2.024 Einwohner (1939)

15. Enger, Stadt:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Enger;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Enger;
Geschichte: Enger war einst Residenz Wittekinds;
Besonderheiten 1894: evangelische Pfarrkirche, Asyl für entlassene Strafgefangene, Pflegehaus für altersschwache Frauen, Zigarrenfabrik, Wurstfabrik; Versand von Schinken; Garnhandel, Flachsbau;
Besonderheiten 1927: Zollamt)
2.271 Einwohner (1890)
3.815 Einwohner (1925)
4.199 Einwohner (1933)
4.334 Einwohner (1939)

16. Ennigloh:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis Herford, Amtsgericht, Finanzamt und Post Bünde)
2.577 Einwohner (1890)
4.911 Einwohner (1925)
5.479 Einwohner (1933)
5.922 Einwohner (1939)

17. Exter:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Vlotho, Post Exter;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Vlotho, Post Exter;
Besonderheiten 1894: evangelische Pfarrkirche, Steinkohlenlager)
   890 Einwohner (1885)
1.649 Einwohner (1925)
1.620 Einwohner (1933)
1.729 Einwohner (1939)

18. Falkendiek:
(1927 Kreis, Amtsgericht, Finanzamt und Post Herford;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
758 Einwohner (1925)
773 Einwohner (1933)
763 Einwohner (1939)

19. Gohfeld:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Öynhausen, Post Löhne;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bad Oeynhausen, Post Gohfeld;
Besonderheiten 1894: evangelische Pfarrkirche; Gohfeld besteht aus den 4 Bauerschaften Bischofshagen, Depenbrock, Jöllenbeck und Melbergen)
  4.691 Einwohner (1890)
  8.689 Einwohner (1925)
  9.780 Einwohner (1933)
10.446 Einwohner (1939), davon 9.978 Evangelische, 226 Katholiken, 22 sonstige Christen, 1 Jude

20. Häver:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Bünde, Post Quernheim;
1927 Kreis Herford, Amtsgericht und Finanzamt Bünde, Post Kirchlengern)
   557 Einwohner (1885)
   867 Einwohner (1925)
1.089 Einwohner (1933)
1.116 Einwohner (1939)

21. Herringhausen:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Enger;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Herringhausen;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
1.060 Einwohner (1885)
1.687 Einwohner (1925)
1.890 Einwohner (1933)
2.081 Einwohner (1939)

22. Hiddenhausen:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Hiddenhausen;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Hiddenhausen;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Schee-Silschede der Preußischen Staatsbahn, evangelische Pfarrkirche)
   899 Einwohner (1885)
1.533 Einwohner (1925)
1.708 Einwohner (1933)
1.814 Einwohner (1939)

23. Holsen:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Ahle)
   894 Einwohner (1885)
1.851 Einwohner (1925)
1.989 Einwohner (1933)
1.980 Einwohner (1939)

24. Hücker und Aschen:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Bünde, Post Spenge;
1927 Kreis Herford, Amtsgericht und Finanzamt Bünde, Post Spenge)
   333 Einwohner (1885)
1.048 Einwohner (1925)
1.045 Einwohner (1933)
1.011 Einwohner (1939)

25. Hüffen:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Bünde)
578 Einwohner (1885)
703 Einwohner (1925)
675 Einwohner (1933)
680 Einwohner (1939)

26. Hunnebrock:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Bünde)
   635 Einwohner (1885)
1.434 Einwohner (1925)
1.608 Einwohner (1933)
1.553 Einwohner (1939)

27. Kirchlengern:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Bünde, Post Kirchlengern;
1927 Kreis Herford, Amtsgericht und Finanzamt Bünde, Post Kirchlengern;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Löhne-Rheine der Preußischen Staatsbahn, evangelische Pfarrkirche, Zigarrenfabrik)
   610 Einwohner (1885)
2.392 Einwohner (1925)
2.848 Einwohner (1933)
2.941 Einwohner (1939)

28. Klosterbauerschaft:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Bünde, Post Quernheim;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Stift Quernheim)
   791 Einwohner (1885)
1.255 Einwohner (1925)
1.441 Einwohner (1933)
1.481 Einwohner (1939)

29. Laar:
(1894 Kreis, Amtsgericht und Post Herford;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Brake;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
596 Einwohner (1885)
501 Einwohner (1925)
501 Einwohner (1933)
456 Einwohner (1939)

30. Lenzinghausen:
(1894 Kreis und Amtsgericht Herford, Post Spenge;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Spenge;
Besonderheiten 1894: Zigarrenfabrik)
1.223 Einwohner (1885)
1.432 Einwohner (1925)
1.659 Einwohner (1933)
1.675 Einwohner (1939)

31. Lippinghausen:
(1894 Kreis, Amtsgericht und Post Herford;
1927 Kreis, Amtsgericht, Post und Finanzamt Herford)
   325 Einwohner (1885)
   718 Einwohner (1925)
   940 Einwohner (1933)
1.189 Einwohner (1939)

32. Löhne:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Öynhausen, Post Löhne;
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bad Oeynhausen, Post Löhne;
Besonderheiten 1894: die Gemeinde Löhne besteht aus den Bauerschaften Königlich-Löhne, Löhnebeck und Löhnerheide; Bahnhof der Linien Braunschweig-Hamm, Löhne-Rheine und Elze-Löhne der Preußischen Staatsbahn, evangelische Pfarrkirche, Flachsbau, Hanfbau)
1.619 Einwohner (1885)
3.262 Einwohner (1925)
3.581 Einwohner (1933)
3.913 Einwohner (1939)

33. Mennighüffen:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht Öynhausen, Post Mennighüffen;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bad Oeynhausen, Post Mennighüffen;
Besonderheiten 1894: evangelische Pfarrkirche)
2.704 Einwohner (1890)
5.489 Einwohner (1933)
5.775 Einwohner (1939)

34. Muckum:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Bünde)
715 Einwohner (1885)
985 Einwohner (1933)
952 Einwohner (1939)

35. Obernbeck:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bad Oeynhausen, Post Obernbeck)
3.163 Einwohner (1925)
3.952 Einwohner (1933)
4.227 Einwohner (1939)

36. Ötinghausen:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Herringhausen)
1.657 Einwohner (1925)
1.961 Einwohner (1933)
2.165 Einwohner (1939)

37. Oldinghausen:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Enger)
531 Einwohner (1925)
488 Einwohner (1933)
482 Einwohner (1939)

38. Ostkilver:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Bieren)
   943 Einwohner (1925)
1.075 Einwohner (1933)
1.077 Einwohner (1939)

39. Pödinghausen:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Enger)
664 Einwohner (1925)
733 Einwohner (1933)
749 Einwohner (1939)

40. Quernheim:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Quernheim)
789 Einwohner (1925)
941 Einwohner (1933)
981 Einwohner (1939)

41. Quernheim, Stift:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Stift Quernheim)
823 Einwohner (1925)
839 Einwohner (1933)
853 Einwohner (1939)

42. Rehmerloh:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Quernheim)
258 Einwohner (1925)
282 Einwohner (1933)
263 Einwohner (1939)

43. Rödinghausen:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Rödinghausen)
692 Einwohner (1925)
705 Einwohner (1933)
697 Einwohner (1939)

44. Schwarzenmoor:
(1927 Kreis, Amtsgericht, Post und Finanzamt Herford;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
1.233 Einwohner (1925)
1.161 Einwohner (1933)
1.206 Einwohner (1939)

45. Schweicheln:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Schweicheln)
2.062 Einwohner (1925)
2.396 Einwohner (1933)
2.687 Einwohner (1939)

46. Schwenningdorf:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Rödinghausen)
1.313 Einwohner (1925)
1.421 Einwohner (1933)
1.480 Einwohner (1939)

47. Siele:
(1927 Kreis Herford, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Enger)
250 Einwohner (1925)
254 Einwohner (1933)
185 Einwohner (1939)

48. Spenge:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Spenge)
3.725 Einwohner (1925)
3.928 Einwohner (1933)
4.093 Einwohner (1939)

49. Spradow:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Bünde)
2.101 Einwohner (1925)
2.311 Einwohner (1933)
2.430 Einwohner (1939)

50. Stedefreund:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Brake;
1. 1. 1969 eingemeindet in die Stadt Herford)
472 Einwohner (1925)
546 Einwohner (1933)
553 Einwohner (1939)

51. Südlengern:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Kirchlengern)
3.035 Einwohner (1925)
3.466 Einwohner (1933)
3.610 Einwohner (1939)

52. Sundern:
(1927 Kreis, Amtsgericht, Post und Finanzamt Herford)
   949 Einwohner (1925)
1.047 Einwohner (1933)
1.111 Einwohner (1939)

53. Ulenburg:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bad Oeynhausen, Post Mennighüffen)
215 Einwohner (1933)
218 Einwohner (1939)

54. Valdorf:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Vlotho)
4.848 Einwohner (1925)
5.097 Einwohner (1933)
5.288 Einwohner (1939)

55. Vlotho, Stadt:
(1894 Kreis Herford, Amtsgericht und Post Vlotho;
1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Vlotho;
Besonderheiten 1894: Bahnhof der Linie Elze-Löhne der Preußischen Staatsbahn, Amtsgericht, 2 evangelische und 1 katholische Pfarrkirche, 2 Zuckerraffinerien; Fabriken für Tabak und Zigarren (bedeutend), Papier, Zigarrenkistenbretter etc.; Kalkbrennerei, Zementbrennerei, Dampfsägemühle, Bierbrauerei, Steinbrüche, Schifffahrt, Speditionshandel, Ruine Vlothoburg, in der Nähe viele Erinnerungen an die Heidenzeit;
Besonderheiten 1927: Zollamt)
3.612 Einwohner (1890), davon 397 Katholiken, 84 Juden
5.016 Einwohner (1925)
5.444 Einwohner (1933)
5.566 Einwohner (1939)

56. Wallenbrück:
(1927 Kreis, Amtsgericht, Post und Finanzamt Herford)
773 Einwohner (1925)
788 Einwohner (1933)
785 Einwohner (1939)

57. Werfen:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht und Post Bünde)
633 Einwohner (1925)
677 Einwohner (1933)
627 Einwohner (1939)

58. Westerenger:
(1894 Bauerschaft in der Gemeinde Enger, Kreis und Amtsgericht Herford, Post Enger;
1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Herford, Post Westerenger)
1.063 Einwohner (1885)
1.649 Einwohner (1925)
1.778 Einwohner (1933)
1.972 Einwohner (1939)

59. Westkilver:
(1927 Kreis und Finanzamt Herford, Amtsgericht Bünde, Post Bruchmühlen)
1.420 Einwohner (1925)
1.501 Einwohner (1933)
1.474 Einwohner (1939)


Quellen:

Hubatsch, Walther: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815 - 1945. Band 8: Westfalen. Marburg/L., 1980.

Kirchliches Handbuch für das katholische Deutschland. Zweiundzwanzigster Band: 1943. Köln, 1943.

Neumann, Gustav: Geographisches Lexikon des Deutschen Reichs. Leipzig, 1883.

Neumanns Orts-Lexikon des Deutschen Reichs. Ein geographisch-statistisches Nachschlagebuch für deutsche Landeskunde. Dritte, neu bearbeitete und vermehrte Auflage von Wilhelm Keil. Leipzig, 1894.

Statistik des Deutschen Reichs. Alte Folge, Band 57: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dezember 1880. Berlin, 1883.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 32: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1885. Berlin, 1888.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 150: Die Volkszählung am 1. Dez. 1900 im Deutschen Reich. Berlin, 1903.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 240: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. 12. 1910. Berlin, 1915.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 336: Die Bewegung der Bevölkerung im Jahre 1924. Berlin, 1928.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 401: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1925. Heft 1: Die Bevölkerung im Deutschen Reich nach den Ergebnissen der Volkszählung 1925. Teil I: Einführung in die Volkszählung 1925. Tabellenwerk. Berlin, 1928.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 434: Die Wahlen zum Reichstag am 31. Juli und 6. November 1932 und am 5. März 1933 (Sechste bis achte Wahlperiode). Berlin, 1935.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1939.
Teil I: Altreich und Land Österreich.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1936.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 550: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1940.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939.
Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1942.
Heft 4: Die Juden und jüdischen Mischlinge im Deutschen Reich. Berlin, 1944.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 559: Ergebnisse der Volks-, Berufs- und landwirtschaftlichen Betriebszählung 1939 in den Gemeinden. Heft 9: Provinz Westfalen, Lippe. Berlin, 1943.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1952.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1961.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1971. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1971.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1981. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1981.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1992. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1992.


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