Landkreis Dieburg
(1. 7. 1977 eingegliedert in den neuen Landkreis Darmstadt-Dieburg)

Zugehörigkeit staatlich:
bis 1945 Land Hessen
1945 amerikanische Besatzungszone, Land Hessen
1949 Bundesland Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt
Zuständ. Justiz (1920):
1) Amtsgericht Groß-Umstadt, Landgericht Darmstadt, Oberlandesgericht Darmstadt
2) Amtsgericht Reinheim, Landgericht Darmstadt, Oberlandesgericht Darmstadt
Zuständ. Finanzamt (1927):
1) Finanzamt Dieburg, Landesfinanzamt Darmstadt
2) Finanzamt Reinheim (Hessen), Landesfinanzamt Darmstadt
Zuständ. Gau 1933-1945: Hessen-Nassau
Zuständ. Militärdienst (1885): 25. Division
Zugehörigkeit ev. Kirche (1939): Evangelische Landeskirche Nassau-Hessen
Zugehörigkeit kath. Kirche (1939): Bistum Mainz


Einwohner Landkreis Dieburg
  55.378 (1900), davon 36.572 Evangelische, 17.678 Katholiken
  62.023 (1910), davon 39.577 Evangelische, 21.401 Katholiken
  65.405 (1925), davon 40.516 Evangelische, 23.926 Katholiken, 14 sonstige Christen, 857 Juden
  68.102 (1933), davon 41.939 Evangelische, 25.160 Katholiken,   6 sonstige Christen, 717 Juden
  65.865 (1939), davon 38.315 Evangelische, 26.231 Katholiken, 22 sonstige Christen,   96 Juden
  89.964 (1950)
  95.600 (1960), davon 17.300 Vertriebene
128.800 (1969)

Die Reichstagswahlen vom
im Landkreis Dieburg
5. 3. 1933
Wahlbeteiligung90,6 %
Abgegebene gültige Stimmen insgesamt40.866
NSDAP20.154
SPD8.178
KPD4.272
Zentrum7.118
DNVP (Kampffront Schwarz-weiß-rot)456
DVP - Deutsche Volkspartei274
Christlich-sozialer Volksdienst283
Deutsche Bauernpartei20
Deutsch-Hannoversche Partei-
DDP (Deutsche Staatspartei)111
Andere Parteien-


Die Gemeinden des Landkreises Dieburg:
(Stand von 1939 durchnummeriert)

1. Altheim:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Dieburg, Post Altheim)
778 Einwohner (1925)
760 Einwohner (1933)
743 Einwohner (1939)

2. Asbach:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Reinheim, Post Ernsthofen)
300 Einwohner (1925)
311 Einwohner (1933)
295 Einwohner (1939)

3. Babenhausen, Stadt:
(1927 Kreis und Finanzamt Dieburg, Amtsgericht Seligenstadt, Post Babenhausen)
3.029 Einwohner (1925)
2.874 Einwohner (1933)
3.144 Einwohner (1939)

4. Billings:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Reinheim, Post Niedernhausen)
207 Einwohner (1925)
197 Einwohner (1933)
197 Einwohner (1939)

5. Brensbach:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Reinheim, Post Brensbach)
1.069 Einwohner (1925)
1.095 Einwohner (1933)
1.089 Einwohner (1939)

6. Dieburg, Stadt:
(1927 Kreis, Amtsgericht, Post und Finanzamt Dieburg)
6.139 Einwohner (1925)
6.289 Einwohner (1933)
6.584 Einwohner (1939)

7. Dorndiel:
272 Einwohner (1933)
260 Einwohner (1939)

8. Eppertshausen:
1.889 Einwohner (1933)
1.964 Einwohner (1939)

9. Fränkisch-Crumbach:
1.772 Einwohner (1933)
1.719 Einwohner (1939)

10. Frau-Nauses:
48 Einwohner (1933)
37 Einwohner (1939)

11. Georgenhausen:
408 Einwohner (1933)
397 Einwohner (1939)

12. Groß-Bieberau:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Reinheim, Post Groß Bieberau)
1.806 Einwohner (1925)
1.997 Einwohner (1933)
2.067 Einwohner (1939)

13. Groß-Umstadt, Stadt:
(1927 Kreis und Finanzamt Dieburg, Amtsgericht und Post Groß Umstadt;
Besonderheiten 1927: Zollamt)
3.924 Einwohner (1925)
4.062 Einwohner (1933)
3.881 Einwohner (1939)

14. Groß-Zimmern:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Dieburg, Post Groß Zimmern)
4.348 Einwohner (1925)
4.780 Einwohner (1933)
4.825 Einwohner (1939)

15. Gundernhausen:
1.174 Einwohner (1933)
1.126 Einwohner (1939)

16. Habitzheim:
967 Einwohner (1933)
963 Einwohner (1939)

17. Harpertshausen:
261 Einwohner (1933)
254 Einwohner (1939)

18. Harreshausen:
381 Einwohner (1933)
364 Einwohner (1939)

19. Hergershausen:
752 Einwohner (1933)
713 Einwohner (1939)

20. Hering:
504 Einwohner (1933)
459 Einwohner (1939)

21. Heubach:
1.166 Einwohner (1933)
1.034 Einwohner (1939)

22. Kleestadt:
553 Einwohner (1933)
547 Einwohner (1939)

23. Klein-Bieberau:
232 Einwohner (1933)
224 Einwohner (1939)

24. Klein-Umstadt:
917 Einwohner (1933)
902 Einwohner (1939)

25. Klein-Zimmern:
857 Einwohner (1933)
700 Einwohner (1939)

26. Langstadt:
692 Einwohner (1933)
648 Einwohner (1939)

27. Lengfeld:
1.445 Einwohner (1933)
1.398 Einwohner (1939)

28. Lichtenberg:
324 Einwohner (1933)
360 Einwohner (1939)

29. Meßbach:
69 Einwohner (1933)
77 Einwohner (1939)

30. Messenhausen:
(1977 eingegliedert in die neue Gemeinde Rödermark)
73 Einwohner (1933)
64 Einwohner (1939)

31. Mosbach:
610 Einwohner (1933)
651 Einwohner (1939)

32. Münster:
(1927 Kreis, Amtsgericht und Finanzamt Dieburg, Post Münster)
3.346 Einwohner (1925)
3.660 Einwohner (1933)
3.810 Einwohner (1939)

33. Nieder-Klingen:
494 Einwohner (1933)
483 Einwohner (1939)

34. Niedernhausen:
514 Einwohner (1933)
511 Einwohner (1939)

35. Nieder-Roden:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Seligenstadt, Post Nieder Roden)
1.876 Einwohner (1925)
2.015 Einwohner (1933)
3.622 Einwohner (1939)

36. Nonrod:
97 Einwohner (1933)
88 Einwohner (1939)

37. Ober-Klingen:
570 Einwohner (1933)
548 Einwohner (1939)

38. Ober-Nauses:
100 Einwohner (1933)
  96 Einwohner (1939)

39. Ober-Roden:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Langen, Post Oberroden;
1977 eingegliedert in die neue Gemeinde Rödermark)
3.049 Einwohner (1925)
3.389 Einwohner (1933)
3.610 Einwohner (1939)

40. Radheim:
472 Einwohner (1933)
477 Einwohner (1939)

41. Raibach:
484 Einwohner (1933)
443 Einwohner (1939)

42. Reinheim:
(1927 Kreis und Finanzamt Dieburg, Amtsgericht und Post Reinheim;
Besonderheiten 1927: Zollamt)
2.361 Einwohner (1925)
2.585 Einwohner (1933)
2.762 Einwohner (1939)

43. Richen:
440 Einwohner (1933)
449 Einwohner (1939)

44. Rodau:
274 Einwohner (1933)
274 Einwohner (1939)

Rödermark:
(Gebildet am 1. 1. 1977)
21.700 Einwohner (1980)
24.800 Einwohner (1990)

45. Schaafheim:
(1927 Kreis und Finanzamt Dieburg, Amtsgericht Groß Umstadt, Post Schaafheim)
1.911 Einwohner (1925)
2.001 Einwohner (1933)
2.012 Einwohner (1939)

46. Schlierbach:
338 Einwohner (1933)
306 Einwohner (1939)

47. Schloß-Nauses:
40 Einwohner (1933)
34 Einwohner (1939)

48. Semd:
1.090 Einwohner (1933)
1.063 Einwohner (1939)

49. Sickenhofen:
525 Einwohner (1933)
527 Einwohner (1939)

50. Spachbrücken:
1.069 Einwohner (1933)
1.098 Einwohner (1939)

51. Steinau:
213 Einwohner (1933)
215 Einwohner (1939)

52. Ueberau:
1.144 Einwohner (1933)
1.118 Einwohner (1939)

53. Urberach:
(1927 Kreis Dieburg, Amtsgericht und Finanzamt Langen, Post Urberach;
1977 eingegliedert in die neue Gemeinde Rödermark)
2.447 Einwohner (1925)
2.683 Einwohner (1933)
2.805 Einwohner (1939)

54. Webern:
49 Einwohner (1933)
51 Einwohner (1939)

55. Wersau:
705 Einwohner (1933)
695 Einwohner (1939)

56. Wiebelsbach:
650 Einwohner (1933)
638 Einwohner (1939)

57. Zeilhard:
632 Einwohner (1933)
651 Einwohner (1939)



Quellen:

Das Deutsche Ortsbuch. Vollständiges Gemeindelexikon enthaltend alle selbständigen Ortschaften und Gutsbezirke (etwa 70.000 politische Gemeinden) im deutschen Reichsgebiet unter Berücksichtigung der in Ausführung der Friedensbedingungen erfolgten Landesabtretungen an Belgien, Danzig, Dänemark, Frankreich, das Memelgebiet, Polen und die Tschecho-Slowakei nebst Angabe der zuständigen Amtsgerichte, Verwaltungsbehörden, Landgerichte, Oberlandesgerichte, Regierungsbezirke, des Staatsgebiets und der Einwohnerzahlen. Herausgegeben von Friedrich Müller. Nächstebreck/Kreis Schwelm, 1920.

Das Ortsbuch für das Deutsche Reich. Herausgegeben in Verbindung mit der Deutschen Reichsbahn und Deutschen Reichspost. Berlin, 1927.

Statistik des Deutschen Reichs. Alte Folge, Band 57: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. Dez. 1880. Berlin, 1883.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 150: Die Volkszählung am 1. Dez. 1900 im Deutschen Reich. Berlin, 1903.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 240: Die Volkszählung im Deutschen Reich am 1. 12. 1910. Berlin, 1915.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 401: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1925. Heft 1: Die Bevölkerung im Deutschen Reich nach den Ergebnissen der Volkszählung 1925. Teil I: Einführung in die Volkszählung 1925. Tabellenwerk. Berlin, 1928.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 434: Die Wahlen zum Reichstag am 31. Juli und 6. November 1932 und am 5. März 1933 (Sechste bis achte Wahlperiode). Berlin, 1935.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 450: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1939.
Teil I: Altreich und Land Österreich.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 451: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 16. Juni 1933. Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1936.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 550: Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. Berlin, 1940.
Statistik des Deutschen Reichs. Band 552: Volks-, Berufs- und Betriebszählung vom 17. Mai 1939.
Heft 3: Die Bevölkerung des Deutschen Reichs nach der Religionszugehörigkeit. Berlin, 1942.
Heft 4: Die Juden und jüdischen Mischlinge im Deutschen Reich. Berlin, 1944.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1952. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1952.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1961. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1961.

Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1971. Herausgegeben vom Statistischen Bundesamt. Wiesbaden, 1971.


www.verwaltungsgeschichte.de Homepage Deutsche Verwaltungsgeschichte 1871 - 1990 © 2006 by Dr. Michael Rademacher M.A.